
WellHotel 22 Hotellerie | Gastronomie | Tourismus [ Der Steirerhof ] ››››› ine illustre Runde (wellness-)touris- tischer Experten gab sich im Herbst ein Stelldichein im Der Steirerhof, hier ein kurzes Stimmungsbild: | Mag. Dr. Franz Hartl, GF Öster- reichische Hotel- und Tourismus- bank: | „Von den zehn wirtschaft- lichsten Hotels der Ferienhotellerie sind sieben ausgewiesene Wellness- Hotels. Sie erzielen höhere Preise und damit wirtschaftlichen Erfolg. 800 Wellness-Betriebe sind laut Re- lax-Guide in Österreich registriert, in Deutschland sind es 700 – obwohl unser Nachbarland zehn Mal so groß ist ... Der Wellness-Tourismus wurde in Österreich erfunden und befindet sich im internationalen Wettkampf sicher in der Spitzen- gruppe. Die Bereitschaft zum Ge- sundheitsurlaub ist deutlich höher als die Umsetzung – hier ist noch viel Potenzial vorhanden.“ | Dr. Jakob Edinger, Edinger Tou- rismusberatung Innsbruck & Wien: | „Mit volkswirtschaftlichem Blick gesehen, wachsen die Bäu- me auch auf dem Sektor Wellness nicht in den Himmel. Ausgereiftere Konzepte setzen sich daher durch. Es gibt viele Mitschwimmer und (nicht sehr erfolgreiche) Kopierer, die Spreu wird sich zunehmend vom Weizen trennen. Es zählt nicht mehr so sehr der Marmor und der Perserteppich, sondern die Soft- ware. Emotion ist wichtig, der Gast will berührt werden – nicht nur äu- ßerlich. Basisentscheidungen sind zu treffen wie die Zahl der Liegen, wenn für 100 Gäste nur 20 vorhan- den sind, oder der Pool – kann man darin richtig schwimmen oder nur sprudelnd planschen?“ | Dr. Helmut Zolles, Partner Zolles & Edinger GmbH, Wien: | „Da im Südosten und Osten investiert und gefördert wird, tut sich hier sicher eine Konkurrenz auf. In Ungarn, Kroatien und Slowenien schaffen es die Wellness- und Thermenho- tels nicht, den Markt zu erreichen – eigene Gäste gibt es nicht und ein paar Russen sind zu wenig. Bin ich in meinem Kompetenzbereich einen Schritt voraus? So muss die Frage für Erfolg lauten. Der Steirer- hof zum Beispiel wurde und wird oft kopiert – ein Kompliment an die Be- treiber und Herausforderung, sich ständig an sich selbst messen zu müssen.“ | Gunda & Werner Unterweger, Der Steirerhof: | „Unsere größten Ratgeber sind die Gäste, 80 bis 100 Fragebögen wöchentlich werden von uns persönlich beantwortet. Wir arbeiten mit 180 ganz besonde- ren Mitarbeitern, die wir in unsere Entscheidungen einbinden. Früher einmal konnte man dem Gast mit Hardware imponieren. Die Hotelle- rie mit Tiefgang ist aber wahnsinnig feinstoffig und komplex geworden – und dazu sind Menschen notwen- dig. Wir sind unserem Konzept treu geblieben: keine Seminare, keine Kinder im Haus. Der Erfolg ist eine klare Bestätigung für unsere Philo- sophie.“ „Ausgereifte Konzepte setzen sich durch“ e Gebündelte tou- ristische Kräfte (v. li.): Dr. Jakob Edinger, Wer- ner und Gunda Unterweger, Dr. Helmut Zolles und Mag. Dr. Franz Hartl. Seit 1970 mehr als 5000 Tourismusbetriebe beraten randnotiz Die Edinger Tourismusbe- ratung GmbH Innsbruck – Wien wurde 1970 von Dr. Jakob Edinger gegründet. Seither betreute das Unternehmen mehr als 5000 private Hotelbetriebe, tou- ristische Destinationen, Freizeitin frastrukturbetriebe und öffentliche Auftraggeber (Kommunen, Städte und Länder). Die Edinger Tourismusberatung übernimmt im Auftrag von Eigen- tümern auch kurz- bzw. langfristige Führungen von Hotelunternehmen / Interimsmanagement. Als Aus- gangspunkt dienen zwei eigene Hotelunternehmungen – Der Stei- rerhof in Bad Waltersdorf sowie Das Kranzbach in Krün / Bayern mit ins- gesamt über 250 Mitarbeitern. www.etb.co.at