
[ telegramm ] WellHotel 15 Die Deutschen sind die viel- zitierten „Reiseweltmeister“, buchen gerne pauschal und günstig, verreisen verstärkt im eigenen Land, fahren aber auch gerne nach Österreich, Spanien, Italien, in die Schweiz oder in die Türkei … so weit so gut. Doch warum ist das so? Welche Motive stecken hinter Buchungsentscheidungen? Eine aktuelle Untersu- chung des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Trendscope aus Köln zeigt (basierend auf 10.000 Inter- views in sechs europäischen Ländern): Knapp jeder fünfte deutsche Reisende zählt zu den „zielorientierten Rationa- listen“, welche damit die größ- te touristische Kundengruppe in Deutschland bilden. Ähnlich groß ist der Anteil der „gelas- senen Begegnungssucher“ und der „statusorientierten Samm- ler“ mit jeweils 17 Prozent. Die zielorientierten Ra- tionalisten bedienen ein weit verbreitetes Klischee des deut- schen Urlaubers: Sie sind sehr anspruchsvoll, legen Wert auf gute Qualität und Service bei gleichzeitig hoher Preissensi- bilität. Läuft etwas nicht nach ihrem Wunsch, beschweren sie sich schnell. Sie sind sehr plan- volle Menschen, selbstbewusst und ehrgeizig: Ihre Ziele und Vorstellungen möchten sie unbedingt erreichen. Dieser Reisetyp hat eine hohe Affini- tät zum Internet, er informiert sich vor Reiseantritt ausführ- lich über Destinationen, Ange- bote und Preise. Ganz anders die gelassenen Begegnungssucher: Diese sind spontan, verzichten auf eine umfangreiche Reisevorberei- tung und lassen den Urlaub am liebsten einfach auf sich zu- kommen. Sie sind kommunika- tiv und genießen unverhoffte Begegnungen mit Einheimi- schen und anderen Gästen. Zeitdruck und feste Tagesab- läufe werden vermieden, der Genuss steht im Vordergrund. Menschen dieses Reisetyps or- ganisieren ihre Reise überwie- gend selbst, beschweren sich selten und legen auch keinen Wert darauf, anderen zu zei- gen, dass sie in Urlaub waren. Insgesamt wurden sie- ben Reisetypen identifiziert. Hier ihr jeweiliger Anteil in Deutschland im Überblick: • Zielorientierte Rationalisten (19 Prozent) • Statusorientierte Sammler (17 Prozent) • Gelassene Begegnungssu- cher (17 Prozent) • Familiäre Balancesucher (15 Prozent) • Informierte Abenteurer (15 Prozent) • Serviceorientierte Paradies- sucher (12 Prozent) • Genügsame Planer (6 Pro- zent). „Durch den psychogra- phischen Ansatz hinter den Trendscope Reisetypen gewin- nen wir einen einzigartigen Blick hinter die Werte, Wün- sche und Motive der Zielgrup- pen. Leistungsträger der Reise- industrie können dadurch ihre Kommunikation und Produkt- entwicklung noch besser auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zuschneiden“, sagt Geschäfts- führer Dr. Dennis Hürten. www.reisetypen.de lAktuelle Studie – so „tickt“ der deutsche Tourist